Neubau 110 kV-Kabelkanal in Dresden
Mit dem Ausbau der Mikroelektronikstandorte im Dresdner Norden werden weitere Industrieansiedlungen und damit ein zunehmender Energiebedarf erwartet. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit wurde eine Erweiterung des Dresdener Hochspannungsnetzes um mehr als 20 km Länge vorgesehen. Den überwiegenden Anteil dieser Strecken stellen Verbindungen zwischen den innerstädtischen Umspannwerken dar. Die Trassen verlaufen daher zum Großteil innerhalb öffentlicher Verkehrsanlagen durch bebaute Gebiete.
Die längste Trasse stellt dabei die Strecke zwischen dem Gasturbinen-Heizkraftwerk Nossener Brücke und dem Umspannwerk Klotzsche mit ca. 10 km Länge dar. Die Trasse quert mehrere Hauptverkehrsstraßen, zwei Hauptstrecken der Deutschen Bahn AG sowie die Elbe.
Zur Festlegung und Beantragung der Kabeltrasse wurde durch EIBS eine Variantenuntersuchung inklusive Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchgeführt. Bearbeitet wurden in diesem Rahmen verschiedene Trassenvarianten sowie Möglichkeiten der Elbquerung mittels Dükerung. Nach Festlegung der Trassenführung erfolgten Abstimmungen mit Verwaltungen und Behörden sowie privaten Grundstückseigentümern zur Genehmigung der Planung.
Die Anlage wurde als Betonkanal in Ortbetonbauweise mit eingegossenen Schutzrohren hergestellt. Die Querung von Hauptverkehrstraßen sowie der Bahnstrecken erfolgte im unterirdischen Vortriebsverfahren.
Die Ausführungsplanung wurde durch EIBS unter Berücksichtigung vorhandener und neu zu verlegender Medien verschiedener Leitungsträger im unterirdischen Bauraum durchgeführt. Damit konnten Sanierungen und Ergänzungen anderer Versorgungsnetze wirtschaftlich integriert werden.
In Abstimmung mit der Straßenbauverwaltung bzw. den Grundstückseigentümern erfolgten die Planung der Oberflächenbefestigungen und die Einordnung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft, welche durch EIBS geplant wurden.
Zur Sicherstellung und Wahrung der Interessen des Auftraggebers gegenüber den beauftragten Tiefbauunternehmen erfolgt die Bauoberleitung und örtliche Bauüberwachung für die Tiefbauleistungen durch EIBS.
Auftraggeber:
DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH
Wichtige Daten:
- Gesamtlänge der Baumaßnahme: ca. 10.000 m
- Geschätzte Kosten der Baumaßnahme: 6,0 Mio. Euro
05/2004 bis 10/2007
Leistungsumfang:
- Durchführung der Planungen mit den Leistungsphasen 1- 6 (Ingenieurbauwerk)
- Tiefbauplanung zur Einordnung von Leitungen für Trinkwasser, Gas und Fernwärme
- Planung unterirdischer Rohrvortrieb bis DN1200
- Planung Oberflächenbefestigungen in verschiedenen Ausführungen
- Durchführung von Variantenuntersuchungen zur Trassenführung und Elbquerung
- Aufstellung von Kostenschätzungen bzw. Kostenberechnungen
- Ermittlung von Grundstücks- und Medieneigentümern sowie Einholen von Genehmigungen und Vorbereitung von Dienstbarkeitsverträgen
- Durchführung von Abstimmungen mit Grundstückseigentümern, Fachämtern und Trägern öffentlicher Belange
- Neubau 110 kV-Kabelkanal in Dresden
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