B 101, Aue - Berlin, Neubau Ortsumgehung Meißen, BA II, Schottenbergtunnel
Die B 101 verbindet als Autobahnzubringer zur A 14 und A 4 die Städte Großenhain und Meißen. Der Tunnel Schottenberg stellt ein wichtiges Teilstück der B 101 im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung Meißen dar.
Der Schottenbergtunnel besteht aus der 718,8 m langen Hauptröhre mit drei Fahrspuren und dem 770 m langen Rettungsstollen. Der Tunnel wird auf einer Länge von 685 m in bergmännischer Bauweise (NÖT), 33,8 m in offener Bauweise hergestellt. Die Gradiente fällt in Richtung Elbe mit einer Neigung von 5 % ab. Entsprechend den geologischen Verhältnissen wird der Tunnel im Querschnitt als zusammengesetzter Korbbogen mit offener und geschlossener Sohle hergestellt, um das Lichtraumprofil des Regelquerschnitts RQ 10,5 T, das eine Geamtfahrbahnbreite von 11,5 m und zwei 1 m breite Notgehwege besitzt, zu umschreiben. Etwa alle 150 m verbinden Querschläge den Haupttunnel mit dem Rettungstollen. Der Tunnel erhält eine Abdichtung aus Kunststoff gegen ein-dringendes Wasser.
Der Schottenbergtunnel unterfährt bei einer durchschnittlichen Überdeckung von 24 bis 36 m limnisch-fluviatile Lockergesteine, verwitterten Fels mit Lockergesteinscharakter und Granit/Rhyolith des Meißner Granitmassivs. Geologisch anspruchsvolle Abschnitte werden zur Sicherung des Tunneldaches während des Vortriebs mit Rohrschirmen versehen.
Die anfallenden Ausbruchmassen von ca. 120.000 m³ werden auf Deponien verbracht. Annähernd 20.000 m³ des Ausbruchs werden als Straßenbaumaterial aufbereitet und im Projekt wieder verwendet.
Das Lüftungssystem ist eine Längslüftung mit 12 reversierbaren Strahlventilatoren mit je 45 kW Motorleistung. Der gesamte Tunnelbetrieb wird automatisch überwacht und über ein digitales Leittechniksystem fern-gesteuert, wobei für alle Betriebsvorgänge autarke Vor-Ort-Steuerungen installiert werden. Die Sicherheitsein-richtungen wie Notrufnischen mit Feuerlöschern und Notruftelefonen, Hydranten, Brandnotleuchten, Videoüber-wachung, Verkehrleit- und Verkehrlenkungsanlage und Verkehrsdatenerfassung werden in der Betriebszentrale an der Leipziger Straße zusammen geführt. Der Tunnel erhält eine Beleuchtung mit 8-stufiger Adaptionsbeleuchtung für die Einfahrtsbereiche.
Auftraggeber:
Straßenbauamt Meißen
Wichtige Daten:
| Baukosten: | ca. 30 Mio. € |
|---|---|
| Bauzeit: | 04/2004 bis 2007 |
| Gesamtbauzeit: | 28 Monate |
| Bauwerksdaten: | |
| Tunnel bergmännische BW: | 685,0 m |
| Rettungsstollen bergmännische BW: | 749,0 m |
| Gesamtlänge Tunnel: | 718,8 m |
| Gesamtlänge Rettungstollen: | 770,0 m |
| Ausbruch: | 110.000 m³ |
| Spritzbeton: | 9.500 m³ |
| Betonstahlmatten: | 325 t |
| Rohrschirm: | 5.200 m |
| Anker: | 12.000 St. |
| Spieße: | 12.500 St |
| Beton: | 16.700 m³ |
| Betonstahl: | 1.750 t |
|
Bauzeit: |
04/2004 bis 2007 (Gesamtbauzeit: 28 Monate) |
| Leistungsumfang: |
|






