BAB A 14, AK Magdeburg – AD Nossen, Ersatzneubau der Mulde-Talbrücke Grimma BW 22

Building Information Modeling

Die bestehende Brücke im Zuge der BAB A 14 über die vereinigte Mulde nördlich der Stadt Grimma wurde 1970 als Stahlverbundbrücke mit getrennten Überbauten errichtet. Das Sommerhochwasser 2002 hinterließ tiefreichende Auskolkungen an den Pfeilern. Bei vergleichbaren Naturereignissen ist die Standsicherheit der Bestandsbrücke gefährdet. Außerdem ist die Fahrbahn für eine 4+0-Verkehrsführung nicht breit genug und die Entwässerung leitet das Oberflächenwasser unbehandelt in das FFH-Gebiet. Folglich ist das Bauwerk durch einen Neubau zu ersetzen.

Der sowohl flach als auch tief gegründete Ersatzneubau überspannt in 5 Feldern die Gemeindeverbindungsstraße Bahren-Trebsen, die Mulde und die Staatsstraße S11 von Grimma nach Nerchau. Die Lagetrassierung des neuen Bauwerks erfolgt bestandsgleich. Vorgesehen ist der Neubau des südlichen Teilüberbaus auf 5 Behelfspfeilern mit 2 Behelfswiderlagern zur Verkehrsumleitung während des Rückbaus des Bestandsbauwerkes. Anschließend wird der Neubau der Unterbauten und des nördlichen Teilüberbaus in Endlage realisiert. Schließlich erfolgt der Querverschub des südlichen Teilüberbaus in seine endgültige Lage. Der gesamte Bauabschnitt hat eine Länge von reichlich 1 km.

BIM-Leistung:

  • BIM Technologie für Vergabe, Baudurchführung und Abrechnung
  • Modellierung und Attribuierung der Fachmodelle
Schnitt durch Bauzustand kurz vor Querverschub
Blick unter das Bauwerk von der Mulde aus
Sicht auf die Gründung von unten durch das Muldewasser
im Hohlkasten über dem Pfeiler
Schnitt durch Bauzustand kurz vor Querverschub

Auftraggeber:

DEGES GmbH

Leistungsumfang:

  • Ausführungsplanung Verkehrsanlagen
  • Vorbereitung der Vergabe für Ingenieurbauwerk und Verkehrsanlagen
  • Örtliche Bauüberwachung
  • SiGe-Koordination
  • Bauoberleitung

Wichtige Daten:

  • Gesamtstützweite: 361,00 m
  • Einzelstützweiten: 52,0 - 65,0 - 75,0 - 106,5 - 62,5 m
  • Gesamtnutzbreite zwischen Geländern: 31,10 m
  • Konstruktionshöhe: 2,80 m .. 5,00 m
  • Bauart: je 1-zelliger Stahlverbundhohlkasten
  • Herstellungstechnologie: Taktschieben Stahlhohlkasten in Längsrichtung, Fahrbahnplatte aus Stahlbeton im Verbund, Schalungshilfen teilweise aus Halbfertigteilen, Querverschub südlicher Stahlverbundquerschnitt
  • Verkehrsbelastung: Straßenverkehr (DIN EN 1991-2), MLC 50/50-100 (STANAG 2021)

Interaktive Projektkarte

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